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Zürich (awp) - Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen mehrere Banken, u.a. die beiden Grossbanken UBS und CS sowie mehrere ausländische Banken, eröffnet. Diese sollen durch Absprachen gewisse Referenzzinssätze sowie die Handelsbedingungen von Derivaten beeinflusst haben, um beim Handel mit solchen Finanzinstrumenten Gewinne zu erzielen.
Die Weko hat laut eigenen Angaben Kenntnis von möglichen Kartellabreden zwischen verschiedenen Banken. Beim ihrem Sekretariat sei eine Selbstanzeige eingegangen, teilte die Behörde am Freitag mit. Danach sollen mehrere Derivatehändler von verschiedenen Banken Einfluss auf die Referenzzinssätze LIBOR ("London Interbank Offered Rate") bzw. TIBOR ("Tokyo Interbank Offered Rate") für bestimmte Währungen genommen haben.
LIBOR und TIBOR sind von Bankenvereinigungen ermittelte Referenzzinssätze, die das Zinsniveau auf dem Interbankenmarkt widerspiegeln sollen. Sie werden aus den täglichen Eingaben der verschiedenen Banken (Panelbanken) auf tagesaktueller Basis für mehrere Währungen berechnet.
Mit den Absprachen betreffend die Eingaben konnten die Derivatehändler laut Weko möglicherweise eine Verfälschung der Referenzzinssätze zu ihren Gunsten erwirken. Daneben sollen sich die Derivatehändler ebenfalls über die Differenz zwischen den Ankaufs- und Verkaufskursen (Spreads) von Derivaten abgesprochen und dadurch Kunden diese Finanzinstrumente zu marktunüblichen Konditionen verkauft haben.
Von der Untersuchung sind neben den beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse auch zahlreiche ausländische Banken (Bank of Tokyo-Mitsubishi, Citigroup, Deutsche Bankt, HSBC, JP Morgan Chase, Mizuho, Rabobank, Royal Bank of Scotland, Société Générale, Sumitomo Mitsui) sowie weitere Finanzintermediäre betroffen. Im Rahmen der Untersuchung werde das Sekretariat unter anderem auch klären, welche Auswirkungen die möglichen Absprachen auf den Wettbewerb in der Schweiz gehabt hätten, heisst es.
uh/rt
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