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12.11.2013 11:47:31

UPDATE: Aareal wird dank Immobilienboom und Niedrigzinsen optimistischer

   ---Aareal Bank profitiert von Immobilien-Boom

   ---Jahresprognose für 2013 leicht erhöht

   ---Bank sieht sich gegen Wettbewerb im Immobiliensektor gewappnet

   (Neu: Details, Aussagen aus Telefonkonferenz, Analystenkommentar, Aktienkurs)

   Von Isabel Gomez

   Es gibt nur wenige Banken, die von den niedrigen Zinsen profitieren. Den meisten Finanzdienstleistern vermiesen sie das Geschäft. Vor allem das Investmentbanking ist betroffen, das spüren die Deutsche Bank und die Commerzbank seit einigen Quartalen schmerzhaft. Das Kontrastprogramm dazu bietet die Aareal Bank, deren Hauptgeschäft die Finanzierung von Gewerbeimmobilien ist. Im dritten Quartal hat die Bank aus Wiesbaden ihr bestes Ergebnis seit Beginn der Finanzkrise erzielt und die Jahresprognose erhöht.

   Im dritten Quartal stieg das Neugeschäftsvolumen in der Immobilienfinanzierung auf 2,3 Milliarden Euro - das waren 1 Milliarde Euro mehr als im Vorjahresquartal. Auf Sicht von neun Monaten hat die Bank das Neugeschäft im Vergleich zum Vorjahr auf 6,7 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Der Zinsüberschuss in der Immobilienfinanzierung, den die Bank durch die Vergabe von Krediten erwirtschaftet, stieg im dritten Quartal um 17 auf 131 Millionen Euro - trotz eines rückläufigen Anlageergebnisses. Grund dafür seien das margenstarke Neugeschäft sowie die günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten für die Bank selbst, teilte das Unternehmen mit.

   Für institutionelle Investoren werden Immobilienanlagen im Umfeld niedriger Zinsen immer attraktiver. Mit Anleihen bonitätstarker Staaten und Unternehmen erreichen sie nach wie vor nur niedrige Renditen. Die meisten Institutionellen haben zudem vorgeschriebene Aktienquoten, die sie nicht überschreiten dürfen. Auf der Suche nach Rendite schichten sie daher in Sachanlagen wie Immobilien um. So hat etwa der Versicherungskonzern Allianz - einer der grössten deutschen Investoren - hat den Bestand an Immobilienanlagen zwischen Dezember 2012 und September 2013 um eine halbe auf 10,2 Milliarden Euro erhöht.

   Der Aareal Bank kommt diese Entwicklung gelegen, denn das Neugeschäft wächst so stark, dass es schlechte Ergebnisse bei den eigenen Kapitalanlagen mehr als ausgleicht. Das Handelsergebnis lag im dritten Quartal bei 1 Million Euro. In den ersten neun Monaten waren es nur 3 Millionen Euro. So viel hatte die Bank mit ihren Anlagen alleine im dritten Quartal 2012 erwirtschaftet. "Wegen der niedrigen Zinsen haben wir nach wie vor eine hohe Cash-Position bei der EZB von rund 4,4 Milliarden Euro", sagte Vorstandschef Wolf Schumacher in einer Telefonkonferenz.

   Allerdings fürchten Kritiker, dass der Wettbewerb im deutschen Markt für Immobilienfinanzierung zulegt und damit die Margen belastet werden könnten. Schumacher räumte auch ein, dass der Wettbewerb - unabhängig vom Volumen - zunimmt. Immer mehr Landesbanken und Sparkassen hätten den Markt für sich entdeckt. "Wir entgehen dem Risiko durch unsere internationale Aufstellung", sagte Schumacher. Per Ende September betrug der Bestand an Immobilienfinanzierungen inklusive des für die Deutsche Pfandbriefbank verwalteten Finanzierungsvolumens knapp 24 Milliarden Euro. 20,3 Milliarden davon stammten aus dem internationalen Geschäft.

   Da die ersten neun Monate besser ausgefallen sind als erwartet, erhöhte die Aareal Bank ihre Jahresprognose leicht. Zu Jahresbeginn hatte Schumacher ein Betriebsergebnis auf dem Niveau des Vorjahres bei 176 Millionen Euro angepeilt. Jetzt rief er das sehr gute Ergebnis aus dem Jahr 2011 von 185 Millionen Euro als Ziel aus. Für 2014 stellte Schumacher auch eine Dividende in Aussicht, gab zur möglichen Höhe der Ausschüttung aber keine Details bekannt.

   Am Aktienmarkt kamen diese Aussagen gut an: "Das ist auf jeden Fall positiv. Aber die Erhöhung ist keine grosse Überraschung, da das Unternehmen nach neun Monaten bereits 80 Prozent der alten Prognose erreicht hatte", kommentierte Analyst Philipp Hässler von Equinet.

   Da der Kurs der im MDAX notierten Aktie seit Jahresbeginn bereits um mehr als 70 Prozent gestiegen ist, hatten Marktteilnehmer vor Handelsbeginn Gewinnmitnahmen erwartet. Allerdings ging es für das Papier auch am Dienstag nach oben, am Vormittag legte der Kurs um 3,2 Prozent zu.

   Kontakt zur Autorin: isabel.gomez@wsj.com

   DJG/igo/Jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   November 12, 2013 05:15 ET (10:15 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 15 AM EST 11-12-13

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