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Elf Minuten lang 03.11.2017 21:18:36

Twitter-Mitarbeiter schaltet vorübergehend Trumps Privatkonto ab

Twitter-Mitarbeiter schaltet vorübergehend Trumps Privatkonto ab

Was folgte, waren belustigte Kommentare - bis auf jener von Trump selber. Und es tauchten Sicherheitsbedenken auf.

Das Konto @realDonaldTrump bei dem Kurzbotschaftendienst war am Donnerstag gegen 19.00 Uhr Ortszeit elf Minuten lang deaktiviert, wie Twitter mitteilte. Besucher der Seite wurden von der Nachricht überrascht: "Entschuldigung, diese Seite existiert nicht".

Der US-Internetkonzern sprach zunächst von einem "menschlichen Fehler eines Twitter-Mitarbeiters". Der Account sei "versehentlich deaktiviert" worden.

Später stellte Twitter aber klar, ein Mitarbeiter des Unternehmens aus der Kundenbetreuung habe den Account an seinem letzten Arbeitstag abgeschaltet, das Unternehmen werde eine "vollständige interne Untersuchung führen". Diese führte nach Angaben vom Freitag zu "Schutzmassnahmen", damit so etwas nicht wieder passieren könne. Twitter nehme den Vorfall ernst, erklärte das Unternehmen.

Trump selbst schrieb am Freitag auf seinem Konto, ein "schurkenhafter Angestellter" von Twitter habe seinen Account elf Minuten vom Netz genommen.

POTUS-Konto nicht betroffen

Trumps privater Twitteraccount, dem mehr als 41,7 Millionen Personen folgen, ist einer der bevorzugten Kommunikationskanäle des US-Präsidenten. Vornehmlich in den Morgenstunden kommentiert Trump politische Themen und attackiert politische Gegner - oft mit sehr aggressiven Äusserungen.

Der offizielle Account des US-Präsidenten - @POTUS als Abkürzung für President of the United States (Präsident der Vereinigten Staaten) - hat 20,9 Millionen Follower. Er war von der Abschaltung am Donnerstag offenbar nicht betroffen.

Dass ein Twitter-Mitarbeiter so einfach Zugriff auf Trumps Privataccount haben konnte, bestärkte nun bereits zuvor geäusserte Sicherheitsbedenken. "Es ist schockierend, dass irgendein Twitter-Mitarbeiter den Account des Präsidenten schliessen konnte. Was, wenn er stattdessen eine Fake-Botschaft getwittert hätte?", schrieb der Herausgeber des Magazins "Politico", Blake Hounshell, auf Twitter. "Im Ernst, was, wenn diese Person über einen erfundenen Atomangriff auf Nordkorea getwittert hätte?"

Noch einmal bitte

Andere Nutzer zeigten sich belustigt über den Vorfall: "Star Trek"-Schauspieler George Takei schrieb, er habe sich in eine Zeit zurückversetzt gefühlt, in der die Dinge nicht so "verdammt absurd" gewesen seien.

Einige schrieben scherzhaft, der Twitter-Mitarbeiter habe eine "Medaille" verdient. Und ein Nutzer fragte: "Einige von uns haben dies nicht erlebt, können sie den (Account) bitte wieder abschalten?"

Der demokratische Abgeordnete Ted Lieu versprach dem scheidenden Twitter-Mitarbeiter gar eine Pizza: "Du hast dafür gesorgt, dass sich Amerika für elf Minuten besser fühlt", tweetete er. Der Übeltäter solle ihm eine Privatnachricht schreiben und Lieu werde ihm eine Pizza von der Restaurant-Kette "Pizza Hut" kaufen.

Mit seinen Twitter-Tiraden hat Trump immer wieder scharfe Kritik auf sich gezogen und auch seinen Beratern Schweissperlen auf die Stirn getrieben. Gegner werfen dem 71-Jährigen vor, mit den impulsiv wirkenden Kurzbotschaften das Präsidentenamt zu beschädigen.

Washington (awp/sda/afp/dpa)

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Bildquelle: 1000 Words / Shutterstock.com,Debby Wong / Shutterstock.com,Ralph Freso/Getty Images,Annette Shaff / Shutterstock.com

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