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09.11.2017 09:06:36

Schmolz+Bickenbach profitiert von höheren Preisen - Ausblick bestätigt

(Meldung um weitere Details ergänzt, insbesondere Regionen und Produktgruppen)

Emmenbrücke/Düsseldorf (awp) - Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat im dritten Quartal 2017 von einem höheren Absatz und steigende Preisen profitiert. Umsatz und Betriebsergebnis wuchsen im Vergleich zum Vorjahr. Für den Rest des Jahres wird eine Fortsetzung der Entwicklung erwartet und der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt.

Der Umsatz legte in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14% auf 611,0 Mio EUR zu. Der Absatz verbesserte sich allerdings nur um 3,6% auf 405 Kilotonnen. Der bereinigte EBITDA verbuchte mit 38,0 Mio EUR ein Plus von rund 20% und die Marge verbesserte sich auf 6,2% von zuvor 6,0%.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde mit 4,5 Mio EUR die Gewinnschwelle überschritten, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 4,4 Mio ausgewiesen wurde. Der Nettoverlust halbierte sich auf 7,0 Mio von zuvor 13,9 Mio.

Mit den Zahlen hat der Stahlkonzern die durchschnittlichen Erwartungen der von AWP befragten Analysten beim Umsatz leicht übertroffen, beim bereinigten EBITDA jedoch verfehlt.

DURCHSCHITTSPREIS PRO TONNE GESTIEGEN - AUTOMOBILBEREICH MIT STARKER NACHFRAGE

In den meisten Endmärkten und Regionen verzeichnete S+B laut Mitteilung eine robuste Nachfrage. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne stieg auf 1'509 EUR, verglichen mit 1'489 EUR im Vorquartal und 1'366 EUR im Vorjahr.

Die Rohmaterialpreise waren mit steigenden Preisen für Nickel und Schrott sowie sinkenden für Ferrochrom heterogen. Insgesamt hätten die Rohmaterialpreise eine Rückkehr zu einem normaleren Preisumfeld unterstützt, heisst es dazu. Demgegenüber bestünden Herausforderungen wie eine beschleunigte Kosteninflation für Elektroden oder feuerfeste Materialien.

Trotz der üblichen Saisonalität sei insbesondere in der europäischen Automobilindustrie eine starke Nachfrage verzeichnet worden, so die Mitteilung. Das stärkste Wachstum verbuchte die Produktgruppe Qualitäts- und Edelbaustahl (+21% auf 263,4 Mio EUR), nachdem es hier im Vorjahr in einem Bereich Produktionseinschränkungen gegeben hatte. Auch RSH-Stahl (rost-, säure- und hitzebeständig) wuchs zweistellig (+12%, 225,4 Mio), während Werkzeugstahl (+3,5%, 104,7 Mio) deutlich weniger stark zulegte.

AMERIKA MIT STÄRKSTEM WACHSTUM - JV TREIBT CHINA

Regional verbuchte Amerika (+24%) das stärkste Wachstum. Als Gründe werden die Einführung neuer Produkte, eine erfolgreiche Expansion ausserhalb der Öl- und Gasindustrie sowie deren Erholung von einem extrem niedrigen Nachfrageniveau genannt. In China wurde durch den Beitrag des neuen Joint Ventures mit Tsingshan ein Plus von 39% verbucht, was auch zum Anstieg in Asien (+23%) beitrug. In den meisten Ländern der Eurozone habe sich die Wirtschaftserholung fortgesetzt und in Europa zu zweistelligem Wachstum geführt, heisst es weiter.

Die Nettoverschuldung per Ende September sank auf 454,6 Mio EUR nach 472,4 Mio per Ende Juni 2017. Der Verschuldungsgrad liege mit Faktor 2,1 auf einem historischen Tiefstand, betont das Unternehmen.

GUIDANCE BESTÄTIGT - HÖHERE MATERIALKOSTEN ERWARTET

Beim Blick nach vorne hält das Management des Konzerns an seiner bisherige Prognose fest. Der Stahlhersteller rechnet im Gesamtjahr beim bereinigten EBITDA weiter mit einer Spanne von 200 bis 220 Mio EUR.

Für den Rest des Jahres dürfte sich die Automobilindustrie weiterhin auf einem soliden Wachstumspfad bewegen und im Maschinen- und Anlagenbau wird eine leichte Expansion erwartet. Im Gegensatz dazu zeige die Öl- und Gasindustrie nur eine geringe Dynamik, heisst es weiter. Insgesamt wird mit höheren durchschnittlichen Rohmaterialpreisen gerechnet, und steigende Preise für Graphitelektroden und Feuerfestmaterialien könnten das günstige Umfeld belasten.

yr/uh

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