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12.09.2017 17:57:36

Partners Group übertrifft erneut alle Erwartungen - Aktie auf Allzeithoch

(Zusammenfassung mit Schlusskurs der Aktie)

Zürich (awp) - Partners Group hat die Experten am Markt einmal mehr alt aussehen lassen: Mit dem Halbjahresergebnis 2017 wurde auch die optimistischste Schätzung übertroffen. Die - für den Asset Manager existentielle - Suche nach fähigen Mitarbeitern hinkt allerdings dem Wachstum hinterher. Der Ausblick wurde derweil bestätigt.

Die Erträge stiegen im ersten Semester um ein Viertel auf 565 Mio CHF. Der auf Privatmarktanlagen spezialisierte Vermögensverwalter sprach am Dienstag von einem starken Wachstum dank solider Kundennachfrage sowie erfolgreicher Investitionen und Veräusserungen. Die Einnahmen aus Management Fees seien "nachhaltig gestiegen", während die Entwicklung der Performance Fees "solide" gewesen sei.

Konkret stiegen die überwiegend wiederkehrenden Management Fees um 30% auf 418 Mio CHF. Durch die langjährigen Kundenverträge ergibt sich hier bekanntlich eine hohe Vorhersehbarkeit über zukünftige Zahlungsströme. Der Anstieg sei hauptsächlich auf das Wachstum der verwalteten Vermögen sowie höhere "Late Management Fees" und andere Einkünfte zurückzuführen, hiess es.

Die sogenannten Late Management Fees ergeben sich, wenn ein Kunde in einen Fonds investiert, bei dem die Fundraising-Periode bereits früher eröffnet wurde. Er muss dann Gebühren nachzahlen.

Aber auch die Performance Fees, die erfolgsabhängigen Gebühren, legten um 12% zu. Ein Grossteil der Analysten hatte zuvor mit einem - mindestens leichten - Rückgang gerechnet. Das Marktumfeld sei sehr unterstützend und sollte solide bleiben, sagte Philip Sauer, Co-Head Group Finance an einer Telefonkonferenz mit Analysten. Aber letztendlich würden weiterhin die Einnahmen aus den Management Fees die Erträge dominieren.

STELLENAUFBAU KOMMT NICHT HINTERHER

Weil der Mitarbeiteraufbau im Berichtszeitraum geringer ausfiel, stieg die EBITDA-Marge über die mittelfristige Zielmarke (rund 60%) auf 66%. Wegen des selektiven Investitionsansatzes ist Partners Group allerdings auf einen kontinuierlichen Ausbau des Teams angewiesen. Das Geschäftsmodell sieht vor, dass die Gesellschaft proaktiv nach potentiellen Anlagen sucht und daher kaum Skaleneffekte nutzen kann.

Langfristig soll das Personal weiterhin im Rahmen der Umsätze wachsen. Und bis Ende des Jahres dürfte die Zahl der Mitarbeiter auf rund 1'000 ansteigen, sagte Co-CEO André Frei. Ende Juni 2017 belief sich die Zahl der Mitarbeiter auf 973 in 19 Niederlassungen. Rund die Hälfte von ihnen sind sogenannte Investment Professionals.

Unter dem Strich stieg der Reingewinn um 42% auf 359 Mio. Mit dem Zwischenbericht Mitte Juli zu den verwalteten Vermögen hatte sich bereits angedeutet, dass auch die finanziellen Kennzahlen mehr als überzeugend ausgefallen sind.

Die Gesellschaft verwaltete per Ende Juni 2017 Vermögen (Assets under Management, AuM) in der Höhe von 57,8 Mrd EUR. Die neuen Kundennachfragen erreichten in den ersten sechs Monaten 6,9 Mrd EUR nach 4,6 Mrd im Vorjahr. Für Kunden wurden 5,6 Mrd USD investiert nach zuvor 4,9 Mrd.

GROSSES POTENTIAL AM PRIVATMARKT

Angesichts der soliden Nachfrage nach Programmen und Mandaten sowie einem stetigen Anstieg der Investitionskapazität wurde der Ausblick bestätigt. "Wir sind davon überzeugt, dass grosses Potential vor uns liegt", ist das Management überzeugt. Als Gründe werden ein "strukturelles" Wachstum institutioneller Anlagevermögen und Verschiebungen zu Privatmärkten genannt. Die Investoren würden sich mittlerweile sicherer fühlen und hätten mehr Erfahrungen mit dem Privatmarkt gesammelt, sagte Frei.

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet Partners Group neue Kapitalzusagen zwischen 10 und 12 Mrd EUR. Die Bandbreite für Tail-Down-Effekte aus reiferen Programmen sowie mögliche Kapitalabflüsse aus liquiden und semi-liquiden Programmen bleibt bei -3 bis -4 Mrd EUR.

An der Börse waren Partners Group am Dienstag die grossen Gewinner. Zum Handelsschluss stand die Aktie 4,2% höher bei 655,50 CHF. Am Morgen wurde bei 677 CHF ein neues Allzeithoch markiert. "Wieder einmal hat der Spezialist für nichtkotierte Anlagen die Analystenzunft alt aussehen lassen", kommentierte ein ZKB-Analyst angesichts der bei weitem zu tiefen Ergebnisschätzungen.

ys/ra

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