Ist der Tesla zu schwer? 19.10.2017 22:36:48

Norwegen könnte eine "Tesla-Steuer" einführen

Norwegen könnte eine "Tesla-Steuer" einführen

Jeder dritte verkaufte Neuwagen in Norwegen fährt elektrisch. Der Elektrowagen-Boom hat Norwegen zum Vorreiter im emissionsfreien Fahren gemacht. Besonders Tesla konnte dort viele Kunden finden. Trotz der verhältnismässig geringen Bevölkerungsgrösse, wurde Norwegen der drittgrösste Markt für den E-Auto-Konzern.

Zu hohes Gewicht der E-Autos

Die sogenannte "Tesla-Steuer" soll vor allem schwergewichtige Elektroautos betreffen. Durch das hohe Gewicht sei die Belastung der Strassen viel stärker, was schneller zu Schäden des Strassenbelags führe. Tesla-Fahrzeuge verfügen über grössere Batterien, die zwar eine längere Reichweite garantieren, aber ebenso für mehr Gewicht verantwortlich sind. Folglich wären Tesla-Autos besonders von der Steuer betroffen.

Anreize für den E-Auto-Kauf

Norwegen ist dennoch ein grosser Förderer der elektrisch angetriebenen Kraftfahrzeuge. Es werden weiterhin etliche Anreize geboten, die den Kauf eines Elektroautos schmackhaft machen sollen: Befreiung von der Mehrwertsteuer, keine Mautgebühren-Pflicht, teilweise kostenlose Parkplätze und Fährenfahrten, eine 50-Prozent-Firmenwagenbesteuerung und noch einige mehr. Bisher scheinen viele Anwohner diesem Trend zu folgen. Einem Bericht auf electrek.co ist zu entnehmen, dass allein im September die Hälfte der in Norwegen neu angemeldeten Autos E-Fahrzeuge waren. Es sei sogar ein Rekord an Tesla-Lieferungen erreicht worden.

Ob eine "Tesla-Steuer" tatsächlich erhoben wird und ob diese die elektro-freundlichen Norweger ausbremsen kann, bleibt noch abzuwarten. Die Gebühren könnten sich dann zwischen 7.000 (rund 750 Euro) und 70.000 Norwegischen (7.500 Euro) Kronen bewegen.

Redaktion finanzen.net

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