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Zürich (awp) - Der Computerzubehör-Hersteller Logitech wird am Donnerstag, 26. Januar, die Ergebnisse für das dritte Quartal 2011/12 (per Ende Dezember) publizieren. Neun Analysten haben folgende Schätzungen:
In Mio USD Q3 11/12E AWP-Konsens Q3 10/11A Umsatz 741,4 754,1 Bruttogewinn 261,6 271,2 EBIT 72,0 76,0 Reingewinn 59,0 65,0
FOKUS: Nachdem der Konzern bereits im September 2011 den Jahresausblick nach unten revidiert hat und das Unternehmen in jüngster Zeit im wichtigen europäischen Markt Gegenwind verspürte, liegen die Erwartungen des Marktes tief. Die Marktbeobachter verlangen in erster Linie von Logitech Massnahmen, mit denen der Konzern die aktuellen Schwächen im Produkteportfolio (fehlendes Zubehör zu Tablet-PC's und anderen mobilen Geräten) überwinden will. Ferner richtet sich das Augenmerk auch auf das Weihnachtsgeschäft, wo traditionell am meisten umgesetzt wird.
ZIELE: Ende September senkte Logitech den Ausblick für das Geschäftsjahr 2011/2012: Der Computerzubehör-Hersteller rechnet für das Geschäftsjahr mit einem deutlich niedrigeren EBIT von 90 Mio USD nach zuvor 143 Mio USD. Die Umsatz-Prognose wurde ebenfalls um 100 Mio USD auf 2,4 Mrd USD nach unten angepasst. Die Bruttomarge, die auch den bereits tiefen Wert aus dem ersten Quartal berücksichtigt, wird bei rund 33% erwartet.
Verwaltungsratspräsident und CEO von Logitech, Guerrino de Luca, ist für die kommenden Quartale vorsichtig optimistisch. Die eingeleiteten Massnahmen, um die strukturellen Probleme im Vertrieb zu beseitigen, würden sich in den kommenden Monaten positiv bemerkbar machen. Dazu trage auch die Stärkung und Erneuerung der Produktlinie und die Anpassungen der Konditionen für die Kunden bei. Zudem verspricht sich die Führung viel von den Märkten in den Schwellenländern, speziell China. In das Land gehen 20% aller PC-Auslieferungen weltweit. 2012 schätzt Logitech, dass China für den Konzern die Nummer drei gemessen am Nettoumsatz pro Land sein wird - 2010 lag China noch auf Platz 10.
PRO MEMORIA: In seiner Präsentation am Investorentag machte CEO De Luca einen Rückblick auf die vergangenen 15 Monate des Geschäftsverlaufs und identifizierte drei "grosse Fehler", die das Unternehmen gemacht habe. Dazu zählte er die Probleme im Vertrieb in Europa, die schnelle und zu teure Produkteinführung von Logitech Revue und das schwache Produktportfolio. Durch die ersten beiden Fehler zusammen habe Logitech auf operativer Stufe in diesem Zeitraum einen Verlust von 100 Mio USD erlitten. Der Bau und Verkauf der Set-Top-Boxen Logitech Revue für Google TV wurde eingestellt.
Homepage: www.logitech.com
mf/ab/dm
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